deutscher Bildungsfachmann und -politiker; SPD; Berliner Senator für das Schulwesen 1963-1970; Präsident der Kultusministerkonferenz 1969-1970; Veröffentlichung u. a.: "Modell moderner Bildungspolitik"
* 23. Januar 1922 Freden/Leine
† 13. August 2010 Berlin
Herkunft
Carl-Heinz Evers wurde am 23. Jan. 1922 in Freden (Leine) in Niedersachsen als Sohn eines Ingenieurs geboren.
Ausbildung
Er besuchte ein Reformrealgymnasium in Holzminden. Nach dem Abitur wurde er 1940 zum Arbeitsdienst und anschließend zur Kriegsmarine eingezogen. 1944 nahm er ein Studium an der TH Danzig auf, geriet jedoch 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er ab 1946 erst in Halle/Saale, dann ab 1950 an der Freien Universität Berlin Mathematik, Physik, Philosophie und Pädagogik und legte in diesen Fächern sein Staatsexamen ab.
Wirken
1954 Studienassessor und ein Jahr später Studienrat, unterrichtete E. zuletzt an der Luise-Henriette-Schule in Tempelhof, bis er 1957 zum Bezirksschulrat dieses Bezirks ernannt wurde. Als Landesschulrat (Leiter der Abteilung Schulen in der Senatsverwaltung für Volksbildung) 1959 bis 1963 saß er im Schulausschuss der ständigen Konferenz der Kultusminister. Am 11. März 1963 wurde der Bildungsfachmann, der schon ein Jahr zuvor eine vielbeachtete Denkschrift zur inneren Schulreform veröffentlicht hatte, vom Abgeordnetenhaus zum Senator für das Schulwesen gewählt, und vertrat Berlin bis 1970 in der Kultusministerkonferenz, deren Präsident ...